Dr. Jekyll und Mr. Hyde

von Hias (31.01.2009)

Wie Dr. Jekyll und Mr. Hyde präsentierte sich der VBC Stainach im letzten Spiel der Herbstsaison 08/09. In einem verrückten Spiel, in dem bei einem Heimspiel in einer „unbekannten“ Halle gespielt wurde, in dem ein Spieler aufgrund eines Formalfehlers nicht auflaufen durfte, der zweite Schietsrichter mitten im Spiel (berechtigt) weg musste, zeigten die Stainacher, gelinde ausgedrückt, eine durchwachsene Leistung.

Dabei begann im ersten Satz alles nach Plan. Die Kindberger, die dankenswerterweise ihre Trainingseinheit in Graz für das Heimspiel „opferten“, kamen nicht recht ins Spiel und Stainach konnte den ersten Satz ungefährdet gewinnen. Aber dann wurde aus den Stainachern Mr. Hyde. Annahme und Verteidigung waren auf unterstem Niveau, der Hauptleidtragende dabei war der Stainacher Aufspieler Franz Egger. Er durfte sich die Lunge aus dem Leib sprinten und meinte in der Auszeit dazu: „Ich bin 34 Jahre alt!“. In den Sätzen zwei und drei führten die Kindberger die Stainacher vor. Einzig und alleine die Stainacher Mittelblocker sorgten dann und wann für ein Aufblitzen der schon gezeigten guten Leistungen. Schließlich unterlief den Kindbergern ihrerseits eine Fehlerserie, böse Zungen behaupten, sie wurden von den Stainachern eingeschläfert. Wie auch immer, die Stainacher holten dadurch ihren zweiten Satzgewinn. Im fünften Satz ging es dann eng her, die Stainacher witterten ihre Chance und erspielten sogar einen Matchball. Am Ende gingen sie aber, im Grunde beschenkt von den Kindbergern, mit einem Punkt in der Tasche wieder Heim.

Obwohl dieses Spiel alles andere als glorreich war, kann der VBC Stainach stolz auf die gezeigte Leistung dieser Saison sein. Am Ende schafft man in einer sehr ausgeglichenen 1.LL den dritten Platz, was deutlich mehr ist als man sich anfangs erwarten durfte. In der Frühjahrssaison werden die Karten wieder neu gemischt. Nach der Punktehalbierung liegt man nur drei Punkte hinter Tabellenführer Weiz, aber mit den Verfolgern Fürstenfeld und Kindberg im Genick. Wie die vergangenen Spiele gezeigt haben, kann in dieser Liga jeder jeden schlagen, was eine sehr spannende Frühjahrssaison vermuten lässt.



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